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KALDERIMI (von Kopf bis Stein)

Windet sich durch Kopf und Herz
Über Höhen wie durch Schluchten
Dieser uralte steinige ausgetretene
Kalderimi in mir
Ein beständiger Saumpfad
Zwischen Getriebe und Geschiebe
Hält er allen Wettern stand
Bietet sicheren Grund im Aufstieg
Wie im Abstieg auch
Wegweisend ohne jede Markierung
Geduldig unter dem Gewicht
Schwerer wie auch anderer Tage

Niemals verliert er seine Richtung
Wo andere Pfade längst verweh‘n


© Petros- blogpoesie


_…zu meinem Gedicht oben:_
Ein Kalderimi ist ein uralter (oft mehr als 1000 Jahre alter) weitgehend gepflasterter Pfad auf Kreta, den die Menschen genutzt haben um in unwegsamen Gelände von Ort zu Ort zu gelangen. Auf Kreta findet sich noch heute ein dichtes Kalderimi-Netz.

Das Gedicht handelt aber eben auch von dem Kalderimi-Pfad, der sich im Inneren eines jeden Menschen befindet.

Kommentare

diana hat gesagt…
lieber petros, momentan habe ich wieder etwas mehr muße zu lesen und zu kommentieren. :)
dieses gedicht gefällt mir ausnehmend gut! sehr trefflich innen- und außenwelt verwoben.
liebe grüße und noch ein schönes wochenende wünscht diana
Helmut Maier hat gesagt…
Kann man als Fremder sich darin verlieren?
Petros hat gesagt…
Ich freue mich sehr über dein Lesen und Kommentieren. Damit wird meiner Schreiberei eine Seele eingehaucht.

LG Petros
Petros hat gesagt…
ja, Helmut, das kann man… sowohl auf den Natur- als auch auf den inneren Pfaden.

Abendgrüße
Petros
Helmut Maier hat gesagt…
Danke!
Petros hat gesagt…
gerne!