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EIN HÖRENSAGEN


Zerbrochene Blicke ins Nirgendwo
Auf scherbenhafter Suche
Nach einem WARUM

Ausgerutscht auf den Gebeinen
Einst bunt blühender Aussichten
Wohnt nur noch ein Kreisen
Wie im Kettenkarussell

Die Zeit hat ihren Namen
Gestrichen - ist die Hoffnung
Freundlicher Gemälde für morgen

Doch
Es gibt ein Hörensagen
dass Trotz im Anmarsch sei


© Petros-blogpoesie

Dieses melancholische Gedicht fängt die bleierne Schwere einer tiefen Krise ein. Trotz der tiefen Resignation bricht aber ein Funke Widerstandskraft durch. Das „Hörensagen“ von herannahendem Trotz fungiert als emotionaler Anker.

Das Gedicht ist ein Versuch, mit einem Maximum an Verdichtung (also mit wenigen, präzisen Worten) eine maximale emotionale Tiefe zu erzeugen.

Melancholie ist für mich mehr als nur „unstillbare Traurigkeit“, sie ist ein Stück Lebensarbeit, um die ganze Breite und Tiefe von Gedanken und Gefühlen zu durchschreiten.

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