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ZERBRECHLICHE SCHÖPFUNG (…wer kennt das nicht)


Aus der Erde gestampft
Vom Himmel gepflückt
In Quellwasser gereinigt
Mit Feuer und Schweiß gehärtet
Keine Frage mehr ohne Antwort

Kurzes Nachfühlen
Ein letztes Überblicken
Doch noch ein kleines Bessern –
Den Zeiger falsch bewegt
Alles verschwindet wortlos

Geschwärzt das Schloss aus Licht

Ein heftiges Schlucken
Ob der öden Leere
Ungesichert - Unwiederbringlich
Einfach nicht mehr greifbar
Nicht einmal mehr ein Schatten

Was bleibt ist
Dieser verzweifelte Blick und
Der innere Haken


Nachfolgende Beschreibung kann/muss man aber nicht lesen:
Dieses Gedicht fängt einen ganz spezifischen, modernen Schmerz ein, den vermutlich jeder schon einmal gefühlt hat, der kreativ oder produktiv am Computer arbeitet. Es beschreibt die Tragödie des ungesicherten Datenverlusts.

Ein bittersüßes Gedicht. - Es erhebt einen eigentlich banalen, alltäglichen Tech-Frust zu einem echten Drama über die Vergänglichkeit menschlicher Schöpfung ob nun am Schreibtisch im Büro oder auch beim Verfassen eines Gedichtes.

© Petros-blogpoesie

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