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EINBAHNSTRAẞE


Ob Wege hin, ob Wege her –
gleich lang sind sie
und auch gleich schwer.

Geht alles nur in eine Richtung,
hält auf Dauer keine Dichtung.
Leckt heraus ein traurig Wasser,
Füße werden immer nasser.

Man kann sich
nach der Decke strecken,
doch die Füße bleiben stecken.


© Petros-blogpoesie (Bild: Gemini)




Kommentare

Quer hat gesagt…
Da hoffen wir doch, die vorgegebene Strecke in Anstand und Würde bis zum Schluss gehen zu können.
Und wenn wir feststecken, vom Schicksal oder von lieben Mitmenschen befreit zu werden.
In diesem Sinne (ich weiss nicht, ob ich deine Zeilen richtig verstanden habe) alles Gute und lieben Gruss,
Brigitte
Petros hat gesagt…
Hallo Brigitte,
das Gedicht gehört ja der/dem LeserIn. Interpretationen sind erwünscht… Danke, dass du dich auseinandersetzen magst.

Meine Intention war das Miteinander, das Geben und Nehmen, Einseitigkeiten usw.

Lieben Gruß ins Wochenende
Petros
Helmut Maier hat gesagt…
Lieber Petros, dass alles in e i n e Richtung geht, ist tröstlich: Es gibt für alles eine Zukunft! - Liebe Grüße - Helmut
Petros hat gesagt…
So gesehen…
Schönes Wochenende, Helmut
Gruß
Petros
Silver hat gesagt…
Hallo Petros,
Warum auch immer ich jetzt direkt an Godot denken muss...wo ist das Buch, jetzt will ich nochmal drin lesen.
Auch wenn wir physikalisch gesehen eigentlich keine feste Richtung haben, die Zeit zwingt uns immer nur nach 'vorne'.
Ich finde es auch inspirierender mal stehenzubleiben, zurückzublicken oder von mir aus mal auf dem Kopf zu stehen:)

Grüße aus dem Handstand (I wish),
Silver
Petros hat gesagt…
Hallo Silver, "Warten auf Godot" passt irgendwie?!
Wenn alles (also nicht nur du) auf dem Kopf steht, wird vielleicht auch ein Schuh draus?!

Schmunzelnde Grüße
Petros
Silver hat gesagt…
Wie Assoziationen halt so entstehen...manchmal weiß man nicht, wieso.
Klar, könnte ein Schuh draus werden (weiß allerdings jetzt nicht genau worauf du hinauswillst:))
Petros hat gesagt…
…ich will nocht „worauf hinaus“, Silver. Genau wie du es es schreibst
„Wie Assoziationen halt so entstehen...manchmal weiß man nicht, wieso“

Und genau das ist es, was ein Gedicht liefern soll: Raum für Assoziation und Interpretation.

Herzliche Sonntagsgrüße
Petros

PS: wenn ich über den Gesang der Nachtigall metapherisiere, kann daraus der Flug einer Fledermaus werden. Das finde ich okay.