an Halles Mauern vorbei.
Der Dom von Magdeburg
steht auf festem Fundament.
Nicht nur über den Pflastersteinen
von Wittenbergs Altstadt
werden die Schatten langsam länger. –
Noch ein paar Tage ist Sommer,
Doch dunklere Zeiten
lassen nie auf sich warten.
Nicht nur über den Pflastersteinen
von Wittenbergs Altstadt
werden die Schatten langsam länger. –
Noch ein paar Tage ist Sommer,
Doch dunklere Zeiten
lassen nie auf sich warten.
Ein Urnengang steht an.
Wahlzettel liegen gedruckt bereit,
die Bleistifte sind angespitzt.
Alles wie gehabt, könnte man denken.
Doch ein altes neues Gespenst
in braunem Gewand schleicht
schon länger um die Häuser,
sucht Zuspruch, den es scheinbar
leicht und viel bekommt.
Denn das kommt an:
Heimatschutz zu allererst.
Grenzen dicht,
Deutschtum,
Remigration.
Einfache Antworten
auf komplizierte Fragen.
Parolen rollen über die Marktplätze,
vergiften das Brunnenwasser
des Miteinanders.
Andere Meinung und liberale Kultur
war gestern.
Sie stehen bereit,
sie warten nicht mehr im Verborgenen.
Sie wollen an die Macht,
alle Positionen neu besetzen,
das Recht neu schreiben,
die Vielfalt als Fehler brandmarken.
Gänsehaut
geht durch die Geschichte eines Landes,
wo vor noch nicht langer Zeit
Mauern eingerissen wurden
und Menschen für Würde aufstanden. –
Nun steht die Frage im Raum,
ob sie das einfach hinter sich lassen wollen,
die Bürgerinnen und Bürger
eines demokratischen Landes,
ob Gleichgültigkeit den Weg ebnen soll
für jene, die den Hass im Herzen tragen
und das Spaltbeil in ihrer rechten Hand.
Der Blick zurück
in die tiefbraune Vergangenheit
sollte allen Einhalt gebieten,
und die Hand auf dem Stimmzettel
der Verführung widerstehen.
Kein Kreuz sollte die Freiheit kreuzigen.
Ein Land hält den Atem an.
© Petros-blogpoesie (Bild: Gemini)
hat zu diesem Thema vor geraumer Zeit folgendes geschrieben:
blaues Wunder?
es wird uns grauen: wenn wir am Ende
in dieser braunen Scheiße sitzen werden –
was, bitte, habt ihr nicht verstanden
an dieser Rede vom „blauen Wunder“?
Hier der Link zum Beitrag

Kommentare
Danke für deinen Kommentar mit Link zu deinem Beitrag, den ich gerne zu meinen Versen stellen würde.
Gruß Petros
Lieben Gruss mit einem tiefen Seufzer,
Brigitte
Was die Wählerinnen umkreist, entzieht sich meinem Verstand.
Gruß zurück Petros
sollte
"der Verführung widerstehen.
Kein Kreuz sollte die Freiheit kreuzigen."
Und: "Was die Wählerinnen umkreist, entzieht sich meinem Verstand"
Meinem leider auch! Ich sehe nur, wie unvernünftig die CDU regiert (und die SPD kaum was dagegen setzen kann) und dass die Ostdeutschen und auch große Teile der Westdeutschen sich immer noch im Widerstreit entgegenliegen. So kann es ja auch nicht weitergehen! Aber natürlich nicht mit der AfD !!! - Ein gedicht über die andere Bräune: an die hatte ich bei deinem vorherigen Gedicht natürlich (?) nicht gedacht! - Ganz liebe Grüße von Helmut!
Hoffen wir beide, dass es wenigstens keine absolute Mehrheit für diese Nazi-Partei gibt.und damit der Hauch einer Chance besteht. einen AfD-MP zu verhindern!
Aber ich halte die Deutschen für ein aufgeklärtes Volk, und dann kann ich einfach nicht begreifen, wie man eine national-faschistische Bewegung mögicherweise dasRegieren ermöglicht.
Vielen Dank für dein dich Auseinandersetzen mit meinen Versen.
LG Petros