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Es werden Posts vom April, 2026 angezeigt.

Dialog

   

Haiga #0003

Aphorismus #0016

 

Früher oder später

Zeitumstellung… Nicht die von Winter auf Sommer Umgekehrt auch nicht sondern Von jung auf alt Von jugendlich frisch auf gebrechlich Von Zukunftsplanung auf Todesahnung Und sage niemand Dass es diese Zeitenwende nicht gibt Früher oder später — Was ich meine ist die Zeit Nach den vielleicht goldenen Jahren Wo die Maskeraden aktiven Alterns Fallen gelassen werden müssen     Einer sagte einmal zu mir „Gott hat mich vergessen“     © Petros

Textfragment "Wortschatz"

  Meinen Wortschatz kann ich nicht beziffern. Er ist reich an Melancholie und Gefühl, doch arm an jener Leichtigkeit, die das freundliche Wort verlangt. So bleibe ich ein Suchender – auf dem Pfad zu Worten der Stille, nach dem Ausdruck des Schweigens. Wenn Konfuzius sagt, der Geist fände stets das rechte Wort, so unterschlägt er die Mühe dahinter. Denn die Harmonie zwischen Denken und Sprechen bleibt ein Ideal, das selten mühelos gelingt.  © Petros

Mein Bild zur Trilogie…

  nach meinen Angaben KI-generiert

Magnolien-Trilogie

  Zart farbig behaucht Blüten wie aus Porzellan Ein Hund hebt das Bein Magnolienblüte Ihr Brautkleid im Frühlingslicht Wer klopft da auf Holz Schwebt zartes Rosé Heute noch - vielleicht morgen Entblütet das Bild © Petros (Haiku #0005 - #0007)    

Gedicht #0006

Die Verletztheit der Sprache (oder: kein Asyl für die Wahrheit) Heimatlose Worte… Entsprossen liebend mahnenden Herzen voller Hingabe Dem Licht der Zeit anvertraut Geschlagen, getreten, Niedergemacht – geflohen Aus größter Bedrängnis Auf der Suche nach Zuflucht Überall und nirgends umherirrend Um doch noch Gehör zu finden Werden die Wege Länger Die Schritte immer Kürzer Und auch wenn Pathos Grenzt hier ans Sentimentale… Wo ist noch Hoffnung Wo noch Widerstand © Petros

Gedicht #0005

Wie schön es manchmal ist, Einfach aufzuhören… Absichtlich absichtslos zu sein In alle Himmelsrichtungen. ° Überall offene Türen. Der stille Augenblick, Der leere Moment Sind mir Trost. ° Trauer und Freude Werden zu Eineiigen Zwillingen, Liebe zum einzigen Gefühl.   © Petros

Gedicht #0004

SEELENHEIMAT   Im Garten der Götter Zwischen Meer und weit mehr Gegen alle Spötter Auf Pfaden, nicht auf Teer   Täler, Berge, Schluchten Vom Blauen bis ins Blau Strand, Lagunen, Buchten Im Wind von lau bis rauh   Hier im ägäisch' Licht Sonne, Mond und Sterne Leid und Schmerz zerbricht Nähe, keine Ferne   Heimat meiner Seele Ruf: " Είμαι Κρητικός" (Ime Kritikos) Dich, nur dich ich wähle Mein Herz ist ohne Schloss   Liebe heißt das Leben Und Leben Liebe ist Was mir hier gegeben Heißt Glück - ist ohne Trist   © Petros 

Senryu #0004

Die Reise zum Selbst An die Quelle des Lebens Noch bin ich im Weg    © Petros (... aus meinem 2011 erschienenen Buch "INNENWÄNDE", ein Gemeinschaftswerk mit der niederländischen Installationskünstlerin Annelies Jaminon)

Mantinaden #0003 + #0004

Ein Lied vom Leiden höre ich, die Augen mir befeuchtet. Der Hoffnungsschimmer ist ein Stern, den Himmel hell erleuchtet. *  Der Freudentaumel ist sehr groß, weil‘s Leiden hat ein Ende. Ein Palikari kam und half, gab allem eine Wende . © Petros - 2 Paarreime im Stil einer kretischen Mantinada

Gedicht #0003

 

Trilogie

Sonnenkuss am Saum Perlenglanz im frischen Gras – Schlechte Nachrichten (Haiku #0003) Notdürftig Leben Die Leere, die Zukunft heißt – Ziegen meckern laut (Senryu #0002) Gähnend vor dem Nichts Das Plan-Los erschlägt den Tag – Raki macht lustig (Senryu 0003) ©  Petros 

„Gesundheitswesen“

Die ökonomischen Strukturen unseres sogenannten Gesundheitswesens belohnt die Aufrechterhaltung von Krankheit, nicht deren Beseitigung. Was wäre die Pharmaindustrie und das gesamte sogenannte Gesundheitswesen ohne die Kranken? Und deshalb ist die Frage nicht unberechtigt, welches Interesse daran besteht, dass es gesunde Menschen gibt.

Über mich…

Mein Name ist Wolfgang Schulze, mein Pseudonym „Petros“. blogpoesie.de ist meine wiederbelebte Online-Heimat. Die Website fungiert als „Textwerkstatt“ und digitales Archiv für meine literarischen Arbeiten. Die Seite bietet eine breite Palette an Lyrik, darunter japanische Kurzlyrik (Haiku/Senryū), Aphorismen, Reime sowie plattdeutsche Poesie. Meine Werke bezeichne ich gerne selbstironisch als „Lürick“ oder mein Schaffen als das eines „Geversten und Gestrophten“. Ich mag Wortspiele und eine schnörkellose Sprache. Ich bin gebürtiger Norddeutscher, aber Kreta ist meine „Seelenheimat“, was sich zum Beispiel in meinem Pseudonym, aber auch in vielen Texten widerspiegelt. Es gibt auch einige Bücher von mir, z.B. Blaublaue Küsse, Zwischenzeiten, Innenwände… Aktuell gilt mein Interesse aber der digitalen Welt.

Gedicht #0002

BLAUES LICHT Dem Abend zugeneigt – Erinnerungen eher Ahnungen An somnolentes Dunkel Den erholsamen Schlaf wie auch ans Träumen Kleben am blauen Licht Den bewegten Bildern Endloser Programme Direkt gar hautnah oder Aus Stapeln visueller Regale Eine flach liegende Acht – Trotz Melatonin-Dragees An Schlaf ist nicht zu denken © Petros

Haiga #0002

 

Tanka - #0001

  Über meine Seelenheimat und die Wanderlust

Haiga #0001

  Drüben im Schilf   Schlankes Grau steht unbewegt – Dein neues Parfum © Petros - HAIGA (Dreizeiler in der Tradition japanischer Kurzlyrik / Bild: KI-generiert)

Aphorismus #0005

 

Senryu #0001

3 x nicht be- aber sinnliches : Hochrote Wangen Ein wenig außer Atem  Sex ist deine Zahl ❤️ Hauch auf deiner Haut Lichterloh brennen Küsse Das Handy klingelt ❤️ Ja… heißt ja? Oh ja! Fingerspiele überall – Ein Tanz der Sinne © Petros - Senryu  (Dreizeiler in der Tradition japanischer Kurzlyrik)

Aphorismus #0004

 

Kretische Mantinada #0001

Wir tragen dich zu Grabe heut,  liegt hinter dir dein Leben. Nach unsrer Trauer tanzen wir,  auf dass die Bretter beben.   (c) Petros -  Eine  Mantinada  (griechisch: μαντινάδα) ist eine traditionelle griechische Volksdichtung. die vor allem auf der Insel  Kreta  tief verwurzelt ist… Reimpaar, das in einem strengen 15-silbigen Metrum (dem sogenannten jambischen Dekapentasyllabus) verfasst ist.