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ZWEI IM SELBEN RAUM (Polyphonie)

Vorwort:
Der Geist lässt sich verbiegen, das Wort nicht.


manchmal fühlt man sich
und hört lobgesänge
wegweisend
klangvoll
in die irre geführt
mit raumfüllender akustik
geht der blick in die eine richtung
aus dem orchestergraben
und endet weglos
voller blech holz und saiten
auf frisch gepflügter scholle
das lied von der bühne
auf der der weizen
mit tieftönender stimme
noch ungedroschen steht
setzt sie den schlussakkord


© Petros-blogpoesie



Kommentare

Quer hat gesagt…
Wenn Kultur und Natur zusammenspielen, kann das harmonisch oder dissonant klingen. :--)
Ich wünsche die einen gut gestimmten Tag!
Lieben Gruss, Brigitte
Petros hat gesagt…
Ich habe mich an einem Kontrapunkt-Gedicht versucht…

Die erste Stimme (der verbiegbare Geist) 1. 3. 5… Vers
Die zweite Stimme (das unumstößliche Wort) 2. 4. 6… Vers

Herzliche Grüße in den Tag
Petros
Lyrifant hat gesagt…
Danke für die Erklärung - so erschließt sich doch etwas mehr. Spannend, was entsteht, wenn man zwei Texte so übereinanderlegt! (Aber ich fürchte, für die Feinheiten bin ich zu wenig Musikerin)
Petros hat gesagt…
Ich freue mich über deine Einlassung zu meinem Gedicht hier, Lyrifant.

Ich experimentiere gerne.

Bei Recherchen bin ich auf diesen Gedichte-Typ gestoßen und habe mich einfach einmal daran versucht. Dabei war meine Vorgehensweise nicht musikalischer Natur, es war mehr die Wortfolge in den beiden Gedichten die mich beschäftigt und angetrieben hat.
Ein Versuch eben…

LG Petros