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Dreizeiler (Haiku/Senryû)

Trester gärt im Fass -
Tage wie diese haben
Ecken und Kanten

© Petros-blogpoesie 

Kommentare

Quer hat gesagt…
Schön. So mögen wir das ja auch.
Einen lieben Gruss in den letzten Septembertag,
Brigitte
Petros hat gesagt…
Da rätsel ich jetzt, Brigitte, ob du das Gären meinst oder die Ecken und Kanten?
😉
Ab mit uns ins 4. Quartal
Petros
Helmut Maier hat gesagt…
Wenn doch die beiden (Gären und Kanten) im gleichen Gedicht stehen - sollten sie da nicht was miteinander zu tun haben? (Nur so ne Frage nebenbei). Du hast schon irgendwo Recht mit deiner Unsicherheit. Das Haiku soll ja in jeder Zeile (auch mal) etwas Neues hervorbringen! Ist das im Japanischen so gedacht?
Petros hat gesagt…
Mein Haiku ist vielleicht keines im engeren Sinne, erfüllt aber im wesentlichen alle Bedingungen (Kigo, Kireji und 5-7-5).
Der Dreizeiler hat eine konkreten Naturbezug und spricht metaphorisch die Gefühle an. Ich nutze dabei ein sinnliches Bild aus der Lebenswelt Kretas (den gärenden Trester, den man riecht und der brodelt), um einen alltäglichen Zustand greifbar zu machen.
Der Bruch zwischen dem rustikalen Natur- bzw. Handwerksgeschehen im Fass und der alltäglichen Lebensweisheit soll den Versen eine schöne, greifbare Tiefe verleihen.

Gruß Petros

PS:
im übrigen glaube ich, dass es nicht ganz leicht ist, die japanischen Intentionen beim Haiku/Senryu im Deutschen umzusetzen

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