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IN DER FRÜHE (ein Destillat)

Kein Schlaf noch kühlt das Auge mir, 
Dort gehet schon der Tag herfür 
An meinem Kammerfenster.
Es wühlet mein verstörter Sinn
Noch zwischen Zweifeln her und hin 
Und schaffet Nachtgespenster.
- Angste, quäle 
Dich nicht länger, meine Seele!
Freu dich! schon sind da und dorten 
Morgenglocken wach geworden.

(Eduard Mörike)


Mörikes Gedicht auf 17 Silben reduziert… ein Destillat seiner Verse:

Ein Fenster im Licht
Dass Schlaf, Angst, Zweifel weichen –
Läutende Freude

© Petros-blogpoesie (Bild: Gemini)


Kommentare

Lyrifant hat gesagt…
Sehr gelungen! Und Balsam für unser wachsendes Idylle-Bedürfnis!
Petros hat gesagt…
Lieben Dank, Lyrifant!
Mir war nach ein bisschen Wohlgeruch bei all dem politischen Gestank.

Gruß Petros

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