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Gedicht #0006



Die Verletztheit der Sprache
(oder: kein Asyl für die Wahrheit)

Heimatlose Worte…
Entsprossen liebend mahnenden
Herzen voller Hingabe
Dem Licht der Zeit anvertraut

Geschlagen, getreten,
Niedergemacht – geflohen
Aus größter Bedrängnis
Auf der Suche nach Zuflucht

Überall und nirgends umherirrend
Um doch noch Gehör zu finden
Werden die Wege Länger
Die Schritte immer Kürzer

Und auch wenn Pathos
Grenzt hier ans Sentimentale…
Wo ist noch Hoffnung
Wo noch Widerstand

© Petros

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