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PAARREIME (im Stil kretischer Mantinaden)


Die Kirchenglocken tönen laut,
der Jannis ist gestorben
Der Fisch den er zu Mittag aß,
war lange schon verdorben

An seinem Grab da weinen sie, 
Frau und Kinder, Freund wie Feind
Der Tod ist wohl ein guter Mann, 
weil er die Menschen eint

© Petros-blogpoesie

Kretische Mantinaden sind traditionelle, gereimte Volksgedichte, die meist von kretischer Musik begleitet und oft spontan improvisiert werden. Sie drücken tiefe Emotionen wie Liebe, Schmerz oder Sehnsucht aus. Typisch sind die meist 15-silbigen Verse, die von Instrumenten wie der Lyra und der Laute gespielt werden.

Die Tradition der Mantinade (griechisch: μαντινάδα) stammt vom venezianischen Wort matinada("Morgengesang") ab. Sie sind viel mehr als nur Lieder; sie sind das lyrische Sprachrohr der kretischen Seele. Ob auf traditionellen Hochzeiten, Taufen oder bei Dorffesten in der Region Agios Nikolaos und auf der ganzen Insel – Menschen nutzen Mantinaden, um Gefühle auszudrücken, die man sonst vielleicht nur schwer in klare Worte fassen könnte.

Kommentare

Helmut Maier hat gesagt…
Wohl ein wichtiger Posten, den der Tod da hat!

Liebe Grüße
Helmut
Petros hat gesagt…
Der Tod, Helmut, wird hier auf Kreta anders gelebt… histerisch bis phlegmatisch

Liebe Grüśe zurück
Petros
Silver hat gesagt…
Hallo Petros,
Vermutlich lag's am Fisch..
Armer Jannis. Böse Barbe.

Sorry, musste etwas schmunzeln.

Liebe Grüße,
Silver
Petros hat gesagt…
So ist das mit den Mantinaden, Silver, tod-ernste Themen, die einem ein Schmunzeln auf die Lippen schreiben.
Gruß zurück
Petros
Quer hat gesagt…
Das ist spannend und als gereimter Text köstlich zu lesen, trotz oder gerade wegen des makaberen Inhalts. :--)
Gruss, Brigitte
Petros hat gesagt…
Die Kreter bringen ihren Hang zum Makabren ger in ihrer Volksdichtung zum Ausdruck.
LG Petros 😎