Bunte GartenlustBlauäugige Momente –Warten am Wegrand
In der traditionellen Haiku-Dichtung liebt man Wortspiele und Doppeldeutigkeiten (Kakekotoba).
Für den Leser, der die Blume nicht im Kopf hat, bleibt es im dritten Vers ein melancholischer Moment des Wartens. Für denjenigen, der das botanische Wort erkennt, entfaltet sich ein zweites, dichtes Bild: Die blaue Blume (Wegwarte) die geduldig am staubigen Wegrand blüht und der bunten Gartenlust den Rücken kehrt.
Damit bekommt auch das „blauäugige“ im zweiten Vers eine Doppeldeutigkeit.
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